AUSSENWIRTSCHAFT AKTUELL

Ausgabe November 2021

CHINA – Endgültige EU-Antidumpingmaßnahmen gegen Aluminiumerzeugnisse aus China

Am 11.10.2021 hat die EU-Kommission endgültige Antidumpingmaßnahmen gegenüber Einfuhren von flachgewalzten Aluminiumerzeugnissen aus China beschlossen. Gleichzeitig setzt sie ihre Anwendung vorübergehend für 9 Monate aus.
Die Kommission hat endgültige Antidumpingmaßnahmen gegenüber den Einfuhren von flachgewalzten Aluminiumerzeugnissen mit Ursprung in China für einen Zeitraum von fünf Jahren angenommen, um unlauteren Handelspraktiken entgegenzuwirken. Die Höhe der Antidumpingzölle liegt zwischen 14,3 % und 24,6 %. Eine Untersuchung ergab, dass die chinesischen Einfuhren, die zu gedumpten Preisen verkauft wurden, den Wirtschaftszweig der Union geschädigt haben. Diese Aluminiumerzeugnisse sind ein wichtiger Rohstoff auf dem EU-Markt mit einem Marktwert von 700 Millionen Euro.
Gleichzeitig hat die Kommission die Anwendung dieser Maßnahmen für einen Zeitraum von neun Monaten ausgesetzt, da sich die Marktbedingungen nach dem Untersuchungszeitraum geändert haben. Denn die EU-Nachfrage nach den betreffenden Waren ist so stark gestiegen, dass diese Aluminiumerzeugnisse nur noch schwer zu beschaffen sind. Der Vorschlag, endgültige Zölle einzuführen und ihre Anwendung vorübergehend auszusetzen, wurde von den Mitgliedstaaten unterstützt.
Folglich werden die Antidumpingmaßnahmen ab dem 11. Juli 2022 gelten. Die Kommission wird die Entwicklungen auf dem Markt, einschließlich der Einfuhren aus China, weiterhin regelmäßig überwachen und kann die Aussetzung beenden, wenn die Voraussetzungen für die Aussetzung nicht mehr gegeben sind.
Weitere Informationen dazu finden Sie in der Pressemitteilung der EU-Kommission.

EU – Reform der EU-Dual-Use-Verordnung: Ab 1.10.2021 neue Codierungen für Ausfuhrgenehmigungen zwingend

Die neue EU-Dual-Use-Verordnung ist seit dem 9.9.2021 in Kraft. In diesem Zusammenhang gab es Änderungen bei einigen Codierungen für die Anmeldung von Ausfuhrgenehmigungen in Zollanmeldungen. Die neuen Codierungen wurden zwischenzeitlich in ATLAS umgesetzt und sind ab 1.10.2021 anzuwenden. Alte Codierungen sind dann nicht mehr verwendbar.

EU – Update - Genehmigungspflicht für Ausfuhr von Impfstoffen

Die Genehmigungspflicht für die Ausfuhr von COVID-19-Impftstoffen gilt seit 30. Januar 2021. Sie wird erneut verlängert und gilt nun bis zum 30. Dezember 2021.