Umwelt und Energie
EU‑Energieomnibus: Vereinfachung bei Kennzeichnung
Die EU‑Kommission hat am 24. Juni 2026 vereinfachte Regeln für die Energie- und Reifenkennzeichnung vorgeschlagen. Ziel ist der Bürokratieabbau bei gleichbleibender Verbraucherinformation. Die DIHK kritisiert jedoch, dass die Initiative zu kurz greift und zentrale Belastungen für Unternehmen unberücksichtigt bleiben.
Die EU-Kommission hat mit dem "Energieomnibus" eine weitere Initiative zur Reduzierung administrativer Belastungen vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Anpassungen der Energie- und Reifenkennzeichnung, die bestehende Vorschriften flexibler und digitaler gestalten sollen, ohne deren grundlegende Zielsetzung – transparente Verbraucherinformation – zu verändern. Vorgesehen sind unter anderem alternative Darstellungsformen wie elektronische Displays oder QR‑Codes, eine stärkere Berücksichtigung unterschiedlicher Vertriebswege sowie Erleichterungen bei der Aktualisierung von Labels und der Nutzung der Produktdatenbank EPREL. Insgesamt erwartet die Kommission Einsparungen von bis zu 125 Millionen Euro jährlich für Unternehmen und Behörden.
Aus wirtschaftlicher Sicht bringt der Vorschlag punktuelle Entlastungen, insbesondere durch flexiblere Umsetzungsoptionen und eine stärkere Digitalisierung. Gleichzeitig bleiben die grundlegenden Anforderungen an Dokumentation, Datenbereitstellung und Marktüberwachung bestehen, sodass die tatsächliche Entlastungswirkung begrenzt sein dürfte.
Quelle: DIHK
