Außenwirtschaft Aktuell
Ausgabe März 2026
- DEUTSCHLAND - Genehmigungsverfahren der Exportkontrolle
- EU - E-Commerce: Zölle auf Kleinsendungen
- NIEDERLANDE - Neuer Kurs in Sachen Leiharbeit
- RUSSLAND - Anpassung der Muster zu Endverbleibserklärungen für Ausfuhren nach Russland
- RUSSLAND - Erklärung von Präsidentin Ursula von der Leyen zum 20. Sanktionspaket
- SPANIEN - Anpassung des Mindestlohnes
- UKRAINE - Vereinfachte Regelungen für Dual-Use-Güter
- USA - Taiwan und USA schließen Handelsabkommen
- USA - (Zoll-)Rückerstattungen werden nur noch elektronisch gezahlt
DEUTSCHLAND - Genehmigungsverfahren der Exportkontrolle
Im Rahmen des 5. Maßnahmepaketes Exportkontrolle sind seit dem 1. Februar 2026 durch die Einführung neuer Allgemeingenehmigungen (AGG) sowie der Aktualisierung bestehender AGG Erleichterungen in Kraft, die auch Rüstungsexporte betreffen.
EU - E-Commerce: Zölle auf Kleinsendungen
Die EU führt einen Zoll auf Pakete mit einem Wert von weniger als 150 Euro ein. Die EU führt einen Zollsatz von drei Euro auf E-Commerce-Pakete mit einem Gesamtwert von weniger als 150 Euro ein. Der Zollsatz gilt ab 1. Juli 2026 bis zum 1. Juli 2028 pro Ware in einer Sendung.
NIEDERLANDE - Neuer Kurs in Sachen Leiharbeit
Die vormals recht liberale Regulierung der Arbeitnehmerüberlassung in den Niederlanden ist Geschichte. Das neue Regime ähnelt dem deutschen. Ein neuer Kollektivvertrag verbessert die Stellung der Leiharbeiter
RUSSLAND - Anpassung der Muster zu Endverbleibserklärungen für Ausfuhren nach Russland
Für unmittelbare und mittelbare Ausfuhren nach Russland wurden die Muster zu Endverbleibserklärungen aktualisiert und sind ab sofort auf der BAFA-Internetseite abrufbar.
RUSSLAND - Erklärung von Präsidentin Ursula von der Leyen zum 20. Sanktionspaket
Das neue Sanktionspaket umfasst die Bereiche Handel, Finanzdienstleistungen und Energie. Zusammen mit der Koalition der Willingen und den Vereinigten Staaten wird ein Friedensplan vorangetrieben, der für die Ukraine starke Sicherheitsgarantien beinhaltet.
SPANIEN - Anpassung des Mindestlohnes
In Spanien gilt rückwirkend zum 1. Januar 2026 ein neuer gesetzlicher Mindestlohn (Salario Mínimo Interprofesional – SMI). Der Mindestlohn wurde mit königlichem Dekret vom 18. Februar 2026 auf 40,70 Euro pro Tag beziehungsweise 1.221 Euro pro Monat (bei 14 Monatsgehältern) festgesetzt. Die Lohnerhöhung gilt vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2026.
UKRAINE - Vereinfachte Regelungen für Dual-Use-Güter
Die Ukraine vereinfacht Export- und Importregelungen für Militär- und Dual-Use-Güter, wovon deutsche Exporteure profitieren können. Diese Änderungen betreffen insbesondere Lieferungen im Rahmen internationaler Abkommen und bieten deutschen exportierenden Unternehmen neue Chancen – bei gleichzeitigem Anpassungsbedarf an die veränderten zoll- und exportkontrollrechtlichen Rahmenbedingungen.
USA - Taiwan und USA schließen Handelsabkommen
Mit dem Abkommen soll die Handelsbeziehung zwischen den beiden Staaten verlässlich geregelt werden. Die Vorteile liegen klar auf einer Seite. Mit dem Abkommen sichern sich die USA in erster Linie Zugang zu Halbleitern.
USA - (Zoll-)Rückerstattungen werden nur noch elektronisch gezahlt
Ab dem 6. Februar 2026 stellt die US Customs and Border Protection (CBP) sämtliche Rückerstattungen ausschließlich elektronisch über Automated Clearing House (ACH) aus. Nach diesem Datum wird CBP keine Rückerstattungen mehr per Scheck ausstellen, es sei denn, eine Ausnahmegenehmigung wurde bewilligt.
