Außenwirtschaft Aktuell

Ausgabe März 2026

AFRIKA - Wirtschaft wächst 2026 deutlich schneller

Mehrere bedeutende Märkte Afrikas blicken auf eine gute Konjunktur 2026. Das rückt den Kontinent wieder stärker in den Fokus deutscher Unternehmen. Das reale Wirtschaftswachstum in Afrika soll nach Prognosen der Vereinten Nationen im Jahr 2026 auf 4 Prozent steigen. Im Jahr 2025 lag es noch bei 3,9 Prozent, 2024 bei 3,5 Prozent.

CHINA - Mit Rückenwind aus Peking: Firmen investieren global

China wird in den kommenden Jahren deutlich mehr im Ausland investieren. Deutschland bleibt attraktives Ziel. Das Interesse richtet sich verstärkt auf den Dienstleistungssektor. Chinas Regierung fördert aktiv die Auslandsinvestitionen ihrer Unternehmen. Sinkende Gewinnmargen und Überkapazitäten im Inland veranlassen zudem viele Firmen, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern.

CHINA - Antisubvention - E-Autos mit Ursprung in China

Seit Ende Oktober 2024 gelten endgültige Antisubventionsmaßnahmen. Im Dezember 2025 leitete die EU-Kommission eine Interimsuntersuchung ein. Diese Untersuchung ist abgeschlossen: Die EU-Kommission nimmt das Verpflichtungsangebot von Volkswagen (Anhui) Automotive Co., Ltd. an.

EU - EU-Mercosur-Abkommen: EuGH soll Vereinbarkeit mit EU-Recht prüfen

Anfang Januar 2026 unterzeichneten die Europäische Union und die Mercosur-Länder das EU-Mercosur-Abkommen, nachdem der Rat der EU die Unterzeichnung mit qualifizierter Mehrheit genehmigt hatte. Darauffolgend ist es dem Europäischen Parlament zur Zustimmung vorgelegt worden, welches seinerseits für eine Überprüfung der Vereinbarkeit des Abkommens mit dem EU-Recht durch den EuGH gestimmt hat. Es bleibt abzuwarten, ob und wann die Bestimmungen des Handelsteils vorläufig anwendbar sind.

KANADA - E-Mobilitätskurs schafft neue Chancen für deutsche Firmen

Kanada verabschiedet sich von E‑Auto‑Quoten und setzt auf neue Prämien und Infrastruktur. Das eröffnet deutschen Zulieferern, Software‑ und Ladeanbietern Möglichkeiten. Kanada richtet seine Industrie‑ und Mobilitätspolitik neu aus: Die Regierung schafft die bisherigen Verkaufsquoten für Elektrofahrzeuge ab, führt Kaufprämien wieder ein, verschärft die Emissionsstandards ab Modelljahr 2027 und investiert Milliarden in Ladeinfrastruktur sowie industrielle Transformation. Das Maßnahmenpaket wurde am 5. Februar 2026 vorgestellt und geht nun in die Umsetzung.

KASACHSTAN - Bestrebung höherer Eigenversorgung bei Arzneimitteln

Kasachstan ist besonders bei Medikamenten für den Krankenhausbedarf auf Importe angewiesen. Die Regierung schafft Anreize für Investoren, um mehr Arzneimittel im Land zu produzieren.

NORDAMERIKA - Mobilität, Energie, Produktion: Neuausrichtung

Rückgang bei Elektroautos, Speicherboom, Batterieoffensiven und Nearshoring: Nordamerika ordnet sich neu. Wo deutsche Firmen ansetzen könnten und was sie beachten sollten.

RUMÄNIEN - wachsender Standort für die Automobilindustrie

Die beiden größten Unternehmen Dacia und Ford setzen auf lokale Lieferketten. Das Land entwickelt sich zum Hochtechnologiestandort mit wachsendem Mangel an Fachkräften.

TAIWAN - Zahlreiche Investitionen in Taiwans Halbleitersektor geplant

Die weltweit steigende Nachfrage nach KI-Chips belebt Taiwans Halbleiterökosystem. Allein TSMC will im laufenden Jahr bis zu 56 Milliarden US-Dollar investieren. Die Produktion von Halbleitern in Taiwan wird 2026 um über 10 Prozent zulegen, prognostiziert das Industrial Technology Research Institute (ITRI). Sie soll nach 6,2 Billionen Neue Taiwan-Dollar (NT$) im Jahr 2025 auf über 7,1 Billionen NT$, umgerechnet circa 222 Milliarden US-Dollar (US$), steigen. Haupttreiber ist die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach Chips und Servern, die künstliche Intelligenz (KI) unterstützen.

USA - Zölle gegen Irans Handelspartner

USA wollen zusätzliche Zölle auf Importe aus Staaten erheben, die Waren oder Dienstleistungen direkt oder indirekt aus dem Iran beziehen.

VAE - Häfen investieren in Digitalisierung und Expansion

Die Logistikbranche der VAE entwickelt sich dynamisch. Technologische Innovation, internationale Investitionen und neue Handelsabkommen stärken ihre Rolle als globales Drehkreuz. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) investieren stark in den Ausbau ihrer Hafen- und Logistikinfrastruktur. Schwerpunkte sind Kapazitätserweiterungen, Digitalisierung und internationale Anbindungen. "Daraus ergeben sich konkrete Marktchancen für deutsche Unternehmen.

WESTBALKAN - Verschärftes Einreiseregime gefährdet Lieferketten

Die elektronische Einreisekontrolle von Lkw-Fahrern vom Westbalkan beeinträchtigt den Warenhandel mit der EU. Mittelfristig droht deutschen Firmen der Verlust ihrer Lieferanten.