Ausgabe Februar 2026

ALBANIEN - BIP-Prognose für 2026: Spitzenreiter auf dem Westbalkan

Albanien bleibt auf EU-Kurs. Der Tourismus sowie Investitionen in die Verkehrs- und Energieinfrastruktur befeuern das Wachstum. Beim Investitionsklima besteht jedoch Nachholbedarf.

BELGIEN - Globale Märkte stellen Wettbewerbsfähigkeit auf Prüfstand

Globale Unsicherheiten bremsen das Wachstum der belgischen Wirtschaft. Um gegenzusteuern, setzt die Regierung auf Arbeitsmarktreformen. Ein umfangreiches Paket arbeitsrechtlicher Maßnahmen soll ab 2026 den belgischen Arbeitsmarkt moderner, flexibler und konkurrenzfähiger gestalten. Auch die finanzielle Stabilität des Sozialsystems steht im Fokus. Kernpunkte sind eine Ausweitung der Arbeitszeitflexibilität, die Wiedereinführung von Probezeiten, geringere Abfindungen sowie Maßnahmen zum Senken der Arbeitskosten.

BULGARIEN - Einführung des Euro

Zum 1. Januar 2026 wechselte Bulgarien amtlich zum Euro. Was deutsche Unternehmen wissen sollten. Der Beitritt zur Eurozone bedeutet auch Veränderungen im täglichen Geschäftsverkehr. Als Orientierungshilfe hat die Nationale Einnahmeagentur Richtlinien für die Übergangszeit veröffentlicht.

INDIEN - Antidumpingzölle stärken deutsche Maschinenbauer

In Indien vergrößern Zolländerungen die Chancen für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer in einem generell wachsenden Markt. Importe werden auch zukünftig eine Rolle spielen. Die breit gefächerte Wirtschaft Indiens bietet dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau viele Möglichkeiten. Ein wachsender Teilbereich der Produktion ist die Herstellung von Kunststoffprodukten. Der Branchendachverband All India Plastic Manufacturers Association (AIPMA) geht von einer Marktgröße von 26,6 Milliarden US-Dollar (US$) im Jahr 2025 aus. Bis 2030 soll dieser Wert auf 40,5 Milliarden US$ wachsen. Die regierungsnahe India Brand Equity Foundation sieht mit 44,6 Milliarden US$ bis 2030 ein noch deutlicheres Wachstum der Branche.

ISRAEL - neuer Gasdeal mit Ägypten

Israel soll in den nächsten 15 Jahren weitere 130 Milliarden Kubikmeter Erdgas an Ägypten liefern. Die dafür nötigen Investitionen bieten auch deutschen Firmen Lieferchancen. Israel treibt den bislang größten Ausbau seiner Erdgasexporte voran und setzt damit ein energiepolitisches Signal mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen. Die Regierung genehmigte im Dezember 2025 einen Vertrag, der Lieferungen von zusätzlich 130 Milliarden Kubikmetern Gas an Ägypten über die kommenden 15 Jahre vorsieht. Abnehmer ist das ägyptische Energieunternehmen Blue Ocean. Die Vereinbarung ergänzt einen bestehenden Vertrag aus dem Jahr 2019 und bedeutet eine mehr als dreifache Erhöhung der ursprünglich vereinbarten Liefermenge.

POLEN - Polen holt im Außenhandel zu Frankreich auf

Polen hat bereits Italien und China als größte deutsche Handelspartner überholt. Im Jahr 2026 könnte das Land sogar an Frankreich vorbeiziehen - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Nur noch 4,8 Milliarden Euro trennen Polen und Frankreich in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Außenhandelspartner. Das zeigt eine aktuelle Hochrechnung von Germany Trade and Invest (GTAI), basierend auf Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis).

PORTUGAL - Gute Bedingungen für junge Techunternehmen

Portugals Start-up-Landschaft entwickelt sich positiv. Gute Talente und eine günstige Kostenstruktur sprechen für den Standort oder eine Kooperation mit lokalen Jungunternehmen.

SAUDI - ARABIEN - Chemieindustrie expandiert weiter

Der Ausbau und die Diversifizierung der Chemieproduktion gehören zu den zentralen Elementen der saudi-arabischen Industrialisierungsstrategie. Ausländische Partner sind gefragt.

SAUDI - ARABIEN - Stärkung der Führungsrolle im Pharmasektor

Saudi-Arabiens Pharmamarkt soll weiter kräftig wachsen. Deutsche Lieferanten haben zuletzt besonders zugelegt. Der Staat fördert Inlandshersteller und Generika legen zu.

TAIWAN - Zoll-Deal mit USA wird den Außenhandel 2026 beflügeln

Gesenkte US-Zölle stärken Taiwans Außenhandel und sichern die Exportdynamik. Das ist auch ein Vorteil für deutsche Firmen, die in Lieferketten für den US‑Markt eingebunden sind. Taiwan hat sein Ziel erreicht: Der US-Strafzoll auf Erzeugnisse aus Taiwan sinkt von 20 auf 15 Prozent. Dies dürfte den taiwanischen Außenhandel 2026 und darüber hinaus weiter beflügeln. Für deutsche Unternehmen in Taiwan ist dies positiv, denn es stärkt die Wettbewerbsposition der Insel und damit die Wirtschaftsentwicklung.