Außenwirtschaft Aktuell

Ausgabe Juni 2026

CHINA - Was hat das Gipfeltreffen zwischen China und den USA gebracht?

Im Mai 2026 kamen Xi und Trump zum Gipfeltreffen zusammen – bislang ohne konkrete Ergebnisse. Was bedeutet das weiterhin angespannte Verhältnis für deutsche Unternehmen in China?

FRANKREICH - Start-up-Land

Frankreich verfügt über eines der besten Start-up Ökosysteme Europas. Aber auch in Frankreich bleibt die Finanzierung von Scale-ups schwierig.

INDIEN - Chinesische Waren ersetzen deutsche Importe

Chinesische Waren haben eine starke Stellung bei Indiens Einfuhren, während Deutschlands Importanteil schrumpft. Der Wettbewerb bei zentralen Industriegütern verschärft sich. Warenimporte aus China haben in Indien an Bedeutung gewonnen, während die Relevanz deutscher Einfuhren abgenommen hat. Im Finanzjahr 2009/2010 (1. April bis 31. März) lag Chinas Anteil an den indischen Gesamtimporten noch bei 10,7 Prozent. Bis 2025/2026 stieg dieser Wert auf 17,0 Prozent. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der indischen Importe aus Deutschland von 3,6 Prozent auf 2,5 Prozent zurück.

ISRAEL - Irankrieg: Geschäfte mit Israel stabil, Risiken steigen punktuell

Der Geschäftsbetrieb deutscher Unternehmen mit Israel läuft trotz des Irankriegs weitgehend stabil. Operative Risiken nehmen jedoch zu. Der militärische Konflikt zwischen Israel und Iran wirkt sich spürbar auf einzelne Wirtschaftsbereiche aus. Dennoch zeigt sich für deutsche Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Israel bislang ein insgesamt stabiles Bild. Produktion, Exporte und internationale Lieferketten funktionieren weiterhin. Das liegt unter anderem daran, dass die israelische Regierung exportorientierte Unternehmen ausdrücklich priorisiert.

JAPAN - Nahrungsmittelmarkt bleibt auf sehr hohem Niveau stabil

Japans Nahrungsmittelmarkt ist geprägt von hohen Ansprüchen der Kunden. Neue Produkte müssen in der Regel andere verdrängen.

KANADA - Industrie investiert in KI-gestützte Instandhaltung

Deutsche Anbieter von Sensorik, Automation und datenbasierter Fertigung treffen in Kanada auf investitionsbereite Kunden – von der Luftfahrt bis zur Rohstoffindustrie.

MERCOSUR - Warenverkehr

Guidance zum Interimsabkommen wurde veröffentlicht. Ein Leitfaden zu den Ursprungsregeln in englischer Sprache wurde von der Europäischen Kommission zum Interims-Handelsabkommen EU-MERCOSUR veröffentlicht.

MEXIKO - Mexiko und EU unterzeichnen neues Handelsabkommen

Die neuen Handelsregelungen könnten noch 2026 vorläufig in Kraft treten. Sie ermöglichen einen besseren Marktzugang vor allem für europäische Lebensmittel und Agrarprodukte in Mexiko. Am 22. Mai unterzeichnen Mexikos Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum und Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, in Mexiko-Stadt das modernisierte Globalabkommen (Modernized Global Agreement, MGA). Auch wird ein vorläufiges Handelsabkommen (interim Agreement on Trade, iTA) unterschrieben, das bereits Ende 2026 in Kraft treten könnte, so die Einschätzung von EU-Vertretern.

POLEN - Polen will Elektroauto gemeinsam mit Taiwan bauen

Nach dem Rückzug eines Technologiepartners drohte Polens Elektroauto‑Projekt zu scheitern. Nun könnte eine neue Partnerschaft wieder Schwung in das Vorhaben bringen. Das polnische Staatsunternehmen ElectroMobility Poland (EMP) will gemeinsam mit dem taiwanischen Elektronikhersteller Foxconn (Hon Hai Precision Industry Co., Ltd.) ein Elektrofahrzeug in Polen bauen. Die beiden Firmen haben sich zusammen mit dem polnischen Ministerium für Staatsunternehmen darauf verständigt, Gespräche über ein Joint Venture aufzunehmen.

RUMÄNIEN - Unsicherer Reformkurs bremst Wachstum

Eine politische Instabilität verzögert Reformen und Sparmaßnahmen. Das Investorenvertrauen bleibt fragil. Mittelfristige Perspektiven bieten EU-finanzierte Projekte.

USA - Zölle auf Aluminium belasten die US-Industrie

Die USA müssen 60 Prozent ihres Aluminiumbedarfs importieren. Deutsche Firmen liefern zumeist Spezialprodukte für die Kfz-Industrie. Sie geben die Zölle oft an ihre Kunden weiter.