Außenwirtschaft Aktuell
Ausgabe April 2026
- BOSNIEN und HERZEGOWINA - Bewährter Kfz-Zulieferstandort im Wandel
- CHINA - neuer Fünfjahresplan zielt auf technologische Souveränität
- EU - Die Kommission startet Strategien für Industrie, Maritime und Häfen
- INDIEN - Milliarden für erneuerbare Energien
- IRAN - Krieg trifft Öl- und Gassektor der Golfstaaten
- IRAN - Neue Logistikrouten für Syrien: "Ware im Land kommt an"
- ISRAEL - Der Krieg belastet die Logistik
- LIBYEN - Ölpreis hält Wirtschaft auf Wachstumskurs
- ÖSTERREICH - Ende der Übergangsphase - Voranmeldung für Durchgangsprozesse
- USA - Zickzack-Zölle verleiden deutschem Maschinenbau das US-Geschäft
- VEREINIGTES KÖNIGREICH - Infrastrukturbau boomt dank staatlicher Projekte
BOSNIEN und HERZEGOWINA - Bewährter Kfz-Zulieferstandort im Wandel
Das Westbalkanland ist wichtiger Bestandteil europäischer Kfz-Wertschöpfungsketten. Zulieferer müssen ihre Produkte an die E-Mobilität anpassen. Das eröffnet neue Geschäftschancen. Bosnien und Herzegowina ist ein etablierter Fertigungsstandort für die europäische Kfz-Zulieferindustrie. Grundlage dafür bilden das Know-how der Fachkräfte und die bestehenden industriellen Traditionen und Kapazitäten aus jugoslawischen Zeiten.
CHINA - neuer Fünfjahresplan zielt auf technologische Souveränität
Deutsche Unternehmen sollten sich mit der neuen chinesischen Roadmap 2026 bis 2030 auseinandersetzen, um den sich daraus ergebenen Wirtschaftsentwicklungen strategisch zu begegnen. China hat Mitte März 2026 sein neues Fünfjahresprogramm auf den Weg gebracht, das den Zeitraum 2026 bis 2030 abdeckt. Für deutsche Unternehmen sind diese Leitlinien relevant, da Fünfjahrespläne in China in der Regel wichtige wirtschaftspolitische Weichen stellen – etwa für die Förderung von Schlüsseltechnologien oder die strategische Ausrichtung zentraler Industrien.
EU - Die Kommission startet Strategien für Industrie, Maritime und Häfen
Um die Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Sicherheit und Resilienz im weiteren Wassersektor der EU voranzutreiben hat die Europäische Kommission eine EU-Industrie-Maritimstrategie und eine Hafenstrategie verabschiedet.
INDIEN - Milliarden für erneuerbare Energien
Indien rechnet mit Investitionen von über 350 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien. Auch Energiespeichertechnik ist vermehrt gefragt. Indien will in den nächsten fünf Jahren 350 Milliarden US-Dollar (US$) in erneuerbare Energien investieren. Das gab der indische Energieminister Pralhad Joshi Ende Februar bekannt. Ziel sind bis 2030 Stromerzeugungskapazitäten von 500 Gigawatt aus sauberen Energien. Anfang 2026 verfügte Indien über rund 267 Gigawatt installierter Leistung.
IRAN - Krieg trifft Öl- und Gassektor der Golfstaaten
Steigende Ölpreise stärken die Golfstaaten nur scheinbar. Entscheidend ist, ob Energie weiter verarbeitet und zuverlässig exportiert werden kann. Steigende Ölpreise wirken für die Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC) auf den ersten Blick entlastend. Ihr wirtschaftlicher Nutzen bleibt jedoch begrenzt, solange Krieg und Angriffe die Energieinfrastruktur und Exportketten beeinträchtigen.
IRAN - Neue Logistikrouten für Syrien: "Ware im Land kommt an"
Trotz des Iran-Kriegs arbeitet der Zoll in Irak weiter und die Häfen in Syrien bleiben geöffnet. Ein Logistiker erklärt, wie die Ware jetzt läuft und welche Zusatzkosten es gibt.
ISRAEL - Der Krieg belastet die Logistik
Israels Logistik arbeitet im Kriegsmodus: Kapazitäten sinken, Kosten steigen, Verzögerungen nehmen zu. Priorisierte Güter werden jedoch bevorzugt abgefertigt. Nach Angaben der Federation of Israeli Chambers of Commerce (FICC) arbeitet der israelische Logistiksektor im Modus einer Kriegswirtschaft. Infrastruktur und Häfen halten den Betrieb aufrecht, unterliegen jedoch strikten Sicherheitsvorgaben. Dadurch sinkt die verfügbare Kapazität, während Versicherungskosten steigen und Verzögerungen zunehmen.
LIBYEN - Ölpreis hält Wirtschaft auf Wachstumskurs
Libyen vergibt neue Förder‑ und Explorationslizenzen und setzt auf höhere Öl‑ und Gasproduktion. Das Wachstum bleibt stark vom Ölpreis und der politischen Stabilität abhängig.
ÖSTERREICH - Ende der Übergangsphase - Voranmeldung für Durchgangsprozesse
Ab dem Beginn des Kalenderjahres 2026 hat sich die österreichische Zollverwaltung dazu entschieden gemäß Punkt III.I.2 (Communication between the Office of Transit and the External Domain) der Design Documentation for National Transit Application (DDNTA) verpflichtenden Abgabe einer elektronischen Voranmeldung für die Durchgangszollstelle (Office of Transit).
USA - Zickzack-Zölle verleiden deutschem Maschinenbau das US-Geschäft
Eine weiterhin unvorhersehbare Handelspolitik, Bürokratie und eine schwächelnde Nachfrage drücken den Umsatz. Eine Trendwende ist 2026 nicht in Sicht. Die US-Handelspolitik ähnelt einer Achterbahnfahrt und es gilt: Nach der Einigung ist vor der Einigung. Nachdem Präsident Donald Trump im Frühjahr 2025 Länderzölle gegen sämtliche Handelspartner verhängt hatte, kam es später im Jahr zu einer Einigung mit der Europäischen Union.
VEREINIGTES KÖNIGREICH - Infrastrukturbau boomt dank staatlicher Projekte
Der britische Bausektor wächst 2026 nur moderat. Schwung bringt der Ausbau der Infrastruktur, dank hoher staatlicher Investitionen.
