EU-Bericht

Exporte stützen 38 Millionen Arbeitsplätze

Am 12.11.2021 hat die EU-Kommission einen neuen Bericht veröffentlicht, der darlegt, dass EU-Exporte 38 Millionen Arbeitsplätze stützen.
Der Bericht enthält Daten im Zeitverlauf sowohl auf europäischer Ebene als auch auf der Ebene der Mitgliedstaaten sowie Statistiken nach Branchen, Qualifikationsniveau, Geschlecht usw. Er führt beispielsweise auf, dass über 38 Millionen Arbeitsplätze in der EU von EU-Ausfuhren abhängen – 11 Millionen mehr als noch vor zehn Jahren. Diese Arbeitsplätze sind im Durchschnitt 12 % besser bezahlt als die der Gesamtwirtschaft. Der Anstieg der exportgestützten Arbeitsplätze folgt auf einen noch stärkeren Anstieg der EU-Ausfuhren: Neben einem Anstieg der exportbezogenen Arbeitsplätze um 75 % zwischen 2000 und 2019 nahmen die Gesamtausfuhren um 130 % zu. 93 % aller EU-Exporteure sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die EU-Kommission zieht aus diesen Zahlen den Schluss, dass mehr Handel mehr Arbeitsplätze bedeute, und der beste Weg, dies zu steigern, die Sicherung neuer Möglichkeiten durch Handelsabkommen und deren sorgfältige Durchsetzung sei.
Die veröffentlichten Zahlen verdeutlichen auch einen wichtigen positiven Spillover-Effekt innerhalb der EU durch Ausfuhren in die Welt. Wenn es den EU-Exporteuren in einem Mitgliedstaat gut geht, profitieren auch die Arbeitnehmer in anderen Mitgliedstaaten davon. Dies liegt daran, dass Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen entlang der Lieferkette anbieten, ebenfalls profitieren, wenn ihr Endkunde das Endprodukt im Ausland verkauft. So unterstützen beispielsweise die deutschen Exporte in Nicht-EU-Länder rund 1,2 Millionen Arbeitsplätze in anderen EU-Mitgliedstaaten. Darüber hinaus unterstützen die EU-Ausfuhren in Länder in aller Welt fast 24 Millionen Arbeitsplätze außerhalb der EU. Diese Arbeitsplätze haben sich seit 2000 mehr als verdoppelt. So werden beispielsweise 1,5 Millionen Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten, 2,2 Millionen in Indien und 530.000 in der Türkei durch die Produktion von Waren und Dienstleistungen in diesen Ländern unterstützt, die über globale Lieferketten in die EU-Exporte einfließen. Schließlich geht die Studie auch auf die geschlechtsspezifische Verteilung ein und kommt zu dem Schluss, dass in der EU mehr als 14 Millionen Frauen in handelsgestützten Berufen tätig sind.
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der EU-Kommission.