IHK-Umweltnachrichten
EU genehmigt Förderung der Bundesregierung
Zum einen wurde die Förderung der Produktion von grünem Wasserstoff in Höhe von 1,3 Milliarden Euro freigegeben. Ziel ist es, den Aufbau neuer Elektrolysekapazitäten in Nordeuropa zu unterstützen, insbesondere unter Nutzung von Offshore-Windenergie. Der dort erzeugte Wasserstoff soll künftig über eine Pipelineverbindung aus Dänemark nach Deutschland transportiert und hier insbesondere in der Industrie als klimafreundliche Alternative zu fossilen Energieträgern wie Erdgas und Öl eingesetzt werden.
Zum anderen genehmigte die EU-Kommission Fördermittel in Höhe von 288 Millionen Euro für den Aufbau von Produktionskapazitäten im Bereich Halbleiter-Grundstoffe an zwei deutschen Standorten. Konkret:
- Rund 222 Millionen Euro entfallen auf die Firma Carl Zeiss, die in Oberkochen (Baden-Württemberg) eine neue Produktionsanlage für hochpräzise optische Komponenten errichten will, die in der Halbleiterfertigung eingesetzt werden.
- Weitere 66 Millionen Euro gehen an das Unternehmen Zadient, das in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) eine Fabrik zur Herstellung von Siliziumcarbid plant – einem wichtigen Ausgangsstoff für moderne Halbleiter.
Beide Vorhaben gelten als Vorreiterprojekte innerhalb Europas und sollen zur Stärkung der technologischen Souveränität sowie der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie beitragen.
Quelle: Europäische Kommission
