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Branchendialog „Zirkuläre Bioökonomie“

Von Mai bis November haben Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie und Wissenschaft im Branchendialog „Zirkuläre Bioökonomie Rheinland-Pfalz“ intensiv daran gearbeitet, Bedarfe, Hemmnisse und Lösungsansätze für eine biobasierte und ressourcenschonende Wirtschaft zu identifizieren. Ziel ist es, die zirkuläre Bioökonomie mithilfe biotechnologischer Verfahren zu verankern und damit einen wichtigen Beitrag zu einer defossilisierten und wettbewerbsfähigen Wertschöpfung zu leisten. Biotechnologie gilt dabei als zentrale Schlüsseltechnologie: Sie erschließt biogene Stoffströme, ermöglicht neue Kreisläufe und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen.
Im Februar wurde nun das Ergebnispapier vorgelegt, das die zentralen Empfehlungen des Dialogprozesses bündelt. Eine besondere Rolle spielen darin die weiße und die graue Biotechnologie, die beide unter den Begriff der zirkulären Bioökonomie fallen. Die weiße Biotechnologie umfasst biobasierte Produktionsprozesse – etwa für Chemikalien, Biokunststoffe, Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittelzusätze. Sie nutzt Mikroorganismen, Enzyme und Zellkulturen, die zugleich auch für die Anwendungen der grauen Biotechnologie unverzichtbar sind. Diese wiederum setzt biologische Systeme gezielt für Umwelt- und Ressourcenschutz ein, beispielsweise in der Abfallbehandlung, der Bodensanierung oder der Abwasserreinigung.
Mit der Kick-off-Veranstaltung „Zirkuläre Bioökonomie – Innovationsfelder für die Kreislauf- und Wasserwirtschaft“ hat das Umweltministerium am 6. Februar bereits mit der Umsetzung des Ergebnispapiers begonnen.