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Klimaschutzprogramm 2026
Nach aktuellen Schätzungen des Umweltbundesamtes wird Deutschland sein Klimaziel für 2030 um rund 30 Millionen Tonnen CO₂ verfehlen. Mit dem neuen Klimaschutzprogramm 2026 legt die Bundesregierung nun Maßnahmen vor, die diese Lücke schließen sollen und eine Minderung von 27 Millionen Tonnen CO₂ versprechen.
Insgesamt 67 Maßnahmen sollen den Weg zur Klimaneutralität ebnen – darunter der verstärkte Einsatz klimaneutraler Brennstoffe in Kraftwerken, die Flexibilisierung des Stromsystems, die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme, Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft sowie CO₂-Abscheidung und -Speicherung in Industrieprozessen. Die Maßnahmen betreffen die Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr und Landwirtschaft. Für die Umsetzung stellt der Bund von 2027 bis 2030 zusätzlich acht Milliarden Euro bereit.
Neu im Klimaschutzprogramm ist ein in der Höhe noch unbekanntes Programm für die Dekarbonisierung der Prozessenergie in der Industrie und zusätzliche Ausschreibungen von 12 GW für Windenergie an Land. Das Prozesswärmeprogramm soll in bestehende Förderstrukturen integriert werden (Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK), Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) und CO₂-Differenzverträge (Klimaschutzverträge) und ein Minderungsziel von jährlich 4,3 Mio t CO₂ erreichen.
Die DIHK hat sich bereits zum neuen Klimaschutzprogramm geäußert: Anstatt sich auf kleinteilige Jahresziele und Maßnahmen zu fixieren, sollte das langfristige Ziel der Klimaneutralität im Fokus stehen.
Quelle: DIHK und Bundesumweltministerium
