Erfolgreicher Handelstag Rheinland-Pfalz: Praxisnahe Impulse für den Einzelhandel
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten wertvolle Hinweise zu verschiedenen Themenbereichen, darunter die Gestaltung des Ladengeschäfts, Bezahlmöglichkeiten, die Vermeidung von Ladendiebstählen, Betriebskosten und die Mitarbeitergewinnung. Die Veranstaltung war kostenfrei und wurde von der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz sowie dem Handelsverband Rheinland-Pfalz organisiert.
"Mit dem Handelstag in Ludwigshafen haben wir einen echten Mehrwert für Händlerinnen und Händler geboten", sagt Tim Wiedemann, handelspolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Mit der Veranstaltung möchten die Veranstalter auch die Innenstädte in Rheinland-Pfalz und die Branche stärken, die in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Herausforderungen zu bewältigen hatte - seien es die Schließungen während der Corona-Pandemie, gestörte Lieferketten und zuletzt die Inflation und daraus resultierende Kaufzurückhaltung.
"Händlerinnen und Händler spielen eine zentrale Rolle bei der Transformation der Innenstädte und sorgen für lebenswerte und liebenswerte Städte und Orte in Rheinland-Pfalz", machte Tim Wiedemann deutlich. Der Handel sei nach wie vor eine starke Branche in Rheinland-Pfalz - die rund 60.000 Handelsunternehmen beschäftigen mehr als 190.000 Menschen.
Der Handelstag Rheinland-Pfalz bot den Teilnehmenden praktische Unterstützung im Alltagsgeschäft. Die Vorträge behandelten Themen wie die Vermeidung von Ladendiebstählen, die optische Gestaltung von Geschäften, verschiedene Bezahlmöglichkeiten, Nachhaltigkeit im Einzelhandel sowie die Mitarbeitergewinnung und -bindung. In den Pausen hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihr Netzwerk zu erweitern und sich im DigitalMobil des Mittelstand-Digital Zentrum Handel über digitale Lösungen im Handel inspirieren zu lassen.
Was die Politik tun kann
Gute Rahmenbedingungen, konstruktiver Austausch und gezielte Unterstützung sind entscheidend für die Transformation der Innenstädte. Wirtschaftsförderung, einschließlich der Förderung von Innenstädten, sind freiwillige Leistungen und daher oftmals für Kommunen mit begrenzten Haushaltsmitteln schwer zu stemmen. Daher sind strukturelle Veränderungen erforderlich, um den Kommunen mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen und die Standortqualität der Innenstädte langfristig zu verbessern. Es ist wichtig, bürokratische Hürden abzubauen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, insbesondere in Bezug auf die Rechtssicherheit für verkaufsoffene Sonntage. Da viele dieser Themen auf Bundesebene geregelt sind, sollte die Landesregierung sie im Bundesrat ansprechen. Die bisherige Priorisierung der Innenstadtentwicklung auf der politischen Agenda des Landes ist lobenswert und sollte in Zukunft weiter ausgebaut werden.
Was die IHKs tun
Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) sind in zahlreichen Städten und Gemeinden aktiv in die Entwicklung der Innenstädte eingebunden. Sie engagieren sich bei der Ausarbeitung von Strategieprozessen, beraten Politik, Verwaltung, Stadtmarketinginitiativen und Gewerbevereine, vertreten die Interessen der Wirtschaft zu relevanten Fragen der Innenstadtentwicklung, nehmen aktiv an Fachgremien von Kommunen und Stadtmarketinginitiativen teil, organisieren Veranstaltungen zu Innenstadtthemen, führen Projekte wie "Heimat shoppen" durch und fungieren als Vermittler gegenüber ihren Mitgliedsunternehmen. Außerdem arbeiten sie intensiv mit Werbegemeinschaften und Gewerbevereinen zusammen und unterstützen die Unternehmen bei konkreten Fragen.