Pressemitteilung vom 24.03.2026

IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz zu EU-Handelsabkommen mit Mercosur und Australien

Neue Handelsabkommen bringen Rückenwind für Rheinland-Pfalz
Mit den heute verkündeten EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Australien erhält die exportorientierte Wirtschaft in Rheinland-Pfalz wichtigen Rückenwind. Die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz begrüßt sowohl die vorläufige Anwendung des Mercosur-Abkommens ab dem 1. Mai 2026 als auch den Abschluss der Verhandlungen mit Australien.
„Die Fortschritte bei den Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und Australien sind wichtige Signale für unsere exportorientierte Wirtschaft. Damit setzt die Europäische Union wichtige Signale für regelbasierten Handel, mehr Planungssicherheit und besseren Marktzugang für rheinland-pfälzische Unternehmen“, sagt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.
Für den Industriestandort Rheinland-Pfalz sind offene Märkte, verlässliche Rahmenbedingungen und stabile internationale Beziehungen zentral. Freihandelsabkommen schaffen hierfür die Grundlage, indem sie Handelshemmnisse abbauen und den Zugang zu neuen Märkten erleichtern.
Rössel macht deutlich: „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Europäische Union handelspolitisch handlungsfähig ist und neue Märkte erschließt. Diesen Weg sollte sie konsequent weitergehen.
Gleichzeitig erwarten wir von der künftigen Landesregierung, die Außenwirtschaftsförderung gezielt auszubauen und finanziell deutlich zu stärken. Angesichts sich wandelnder globaler Märkte ist es entscheidend, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen aktiv bei der Erschließung neuer Absatzmärkte zu unterstützen.“
Das EU-Mercosur-Abkommen erleichtert künftig den Handel mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – einem Markt mit erheblichem Potenzial. Besonders profitieren dürften exportstarke Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau, Metallverarbeitung, Elektro-, Chemie- und Pharmaindustrie. In vielen Bereichen werden Zölle schrittweise abgebaut. Gerade industrielle Kernbranchen in Rheinland-Pfalz stehen bislang vor teils hohen Zollbelastungen, etwa bei Maschinen, technischen Komponenten oder Anlagen. Hier schaffen die Vereinbarungen spürbare Entlastung.
Auch das geplante Abkommen mit Australien bietet Chancen: Der Markt gilt als kaufkräftig und wirtschaftlich stabil, zugleich ist er ein wichtiger Beschaffungsmarkt für ausgewählte Rohstoffe. Neben dem Zollabbau geht es insbesondere um die Reduzierung nichttarifärer Handelshemmnisse, etwa bei Zulassungen und technischen Standards – ein entscheidender Faktor gerade für mittelständische Unternehmen.
Für die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz ist klar: Die Europäische Union sollte ihren handelspolitischen Kurs fortsetzen und weitere Abkommen vorantreiben. Gleichzeitig müssen auch regulatorische Belastungen im Binnenmarkt überprüft und reduziert werden. Denn nur im Zusammenspiel mit wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen können Freihandelsabkommen ihr volles Potenzial für die Wirtschaft entfalten.