Pressemitteilung vom 30.09.2026
IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz zieht Bilanz zum Ausbildungsstart
Ausbildung bleibt gefragt – noch Chancen für Kurzentschlossene
Zum Start des neuen Ausbildungsjahres am 1. August gibt es weiterhin gute Chancen für Kurzentschlossene, noch einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Das zeigt die Bilanz der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz zum Ausbildungsmarkt in Rheinland-Pfalz. Demnach bleibt die Entwicklung auf Kurs – die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse bewegt sich annährend auf dem Niveau der vergangenen Jahre. So verzeichnen die Industrie- und Handelskammern zum Monatsende insgesamt rund 9.200 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (Stand: 27.07.2026).
„Mit Blick auf die sinkende Zahl der Schulabgehenden und die aktuelle wirtschaftlich belastende Situation zeigt das deutlich die Beliebtheit der dualen Ausbildung bei jungen Menschen“, sagt Dr. Holger Bentz, Sprecher Ausbildung der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. „Dennoch bleibt die Besetzung offener Ausbildungsstellen für viele Betriebe immer noch eine Herausforderung.“
So seien auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart in zahlreichen Berufen weiterhin Stellen verfügbar, sodass auch kurzentschlossene Jugendliche noch gute Chancen haben, einen passenden Einstieg ins Ausbildungsjahr zu finden.
Die weiterhin offenen Ausbildungsstellen sind dabei nicht auf ein nachlassendes Interesse Jugendlicher an einer dualen Ausbildung zurückzuführen, betonen die IHKs. So starten in Rheinland-Pfalz bereits im vierten Jahr in Folge mehr Jugendliche eine Ausbildung als ein Studium, so die Daten des statistischen Landesamtes. Auch die Ergebnisse der Azubi-Umfrage 2026 der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz zeigen, dass die Zufriedenheit der jungen Menschen, die sich bereits in einer Ausbildung befinden, unverändert hoch ist.
Generell ist eine sinkende Zahl an jungen Menschen zu beobachten, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnt. Dass trotz der Beliebtheit der Ausbildung viele Ausbildungsstellen weiterhin unbesetzt bleiben, liegt allerdings nicht allein an den geburtenschwachen Jahrgängen, sondern ist ebenfalls Ausdruck weiterer struktureller Probleme, so die Industrie- und Handelskammern. So steigt die Zahl an Schulabgehenden ohne Abschluss kontinuierlich an. Eine Entwicklung, die sich laut Vorausberechnungen der Kulturminister Konferenz noch bis 2032 fortsetzen wird.
Die rheinland-pfälzischen Betriebe, die sich an der bundesweiten Ausbildungsumfrage 2026 der Industrie- und Handelskammern beteiligt haben, melden, dass sie oft gar keine Bewerbungen mehr auf ausgeschriebene Ausbildungsstellen erhalten oder Bewerberinnen und Bewerbern nicht die nötigen Voraussetzungen mitbringen.
„Die Jugendlichen müssen frühzeitig wissen, welche Fähigkeiten und Kenntnisse sie für ihren gewünschten Ausbildungsberuf erbringen müssen – eine systematische Berufsorientierung und Auseinandersetzung mit der Berufswahl ist zwingend notwendig“, sagt Bentz. „Hier sehen wir insbesondere auch die neue Landesregierung in der Verantwortung.“
IHK-Angebote zum Berufsstart
- Veranstaltungen zur Berufsorientierung:
www.ihk-rlp.de/berufsinfo-termine - Ausbildungsberufe und -betriebe in ganz Rheinland-Pfalz:
www.derausbildungsatlas.de - Gezielte Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Schulen und Unternehmen im „Aktionsplan Fachkräfte“, zusammen mit konkreten Forderungen an die Politik:
www.ihk-rlp.de/fachkraefte - Einblicke in den Ausbildungsalltag in Rheinland-Pfalz und praktische Tipps für den Berufseinstieg:
www.durchstarter.de - Bundesweite IHK-Kampagne #könnenlernen:
www.ausbildung-macht-mehr-aus-uns.de - Ausbildungszahlen, Angebote und Infos zur Fachkräftesicherung in Rheinland-Pfalz:
www.ihk-rlp.de/erfolgszahlen-bildung
Zur IHK-Azubi-Umfrage 2026
Die IHK-Azubi-Umfrage 2026 wurde im zweiten Jahr in Folge von den vier Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz erhoben. Dafür haben die IHKs vom 16. April bis zum 3. Mai 2026 alle per E-Mail erreichbaren Auszubildenden aus allen Ausbildungsjahren und Ausbildungsberufen befragt. Insgesamt haben 6.335 Auszubildende teilgenommen, und damit 20 Prozent aller Auszubildenden in IHK-Berufen landesweit. Die Umfrage soll im Abstand von drei Jahren weitergeführt werden. Alle Ergebnisse finden sich unter: www.ihk-rlp.de/azubi-umfrage
