Außenwirtschaft Aktuell
Ausgabe Juli 2026
- EU - Entsendungen sollen digitaler werden
- EU - Schutzmaßnahmen Stahl - die EU ändert die Maßnahmen
- EU - Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko
- FRANKREICH - Einführung digitaler Rechnungen und Umsatzmeldungen
- LUXEMBURG - Anpassung des Mindestlohnes
- SÜDKOREA - Südkorea und EU: Abkommen über digitalen Handel unterzeichnet
- SYRIEN - Reformierung des Zolls
- USA - Ankündigung einer Zollreform
EU - Entsendungen sollen digitaler werden
Künftig soll eine „e-Declaration“ Entsendemeldungen deutlich vereinfachen. Allerdings dürften sich voraussichtlich nicht alle Mitgliedstaaten an dem neuen System beteiligen.
EU - Schutzmaßnahmen Stahl - die EU ändert die Maßnahmen
Die EU hat die neue Verordnung im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Die neuen Schutzmaßnahmen gelten ab 1. Juli 2026.
EU - Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko
Zwischen der EU und Mexiko besteht ein Freihandelsabkommen seit 2000, das inzwischen modernisiert und von den Vertragsparteien im Mai 2026 unterzeichnet wurde.
FRANKREICH - Einführung digitaler Rechnungen und Umsatzmeldungen
Innerhalb Frankreichs wird die E-Rechnung verpflichtend. Meldepflichten kann es aber auch für deutsche Unternehmen ohne Niederlassung in Frankreich geben. Neue Pflichten für in Frankreich ansässige Unternehmen. Die französischen Vorschriften zur elektronischen Rechnungsstellung (E-Invoicing) finden sich im Code général des impôts (CGI), dort in den Artikeln 289 ff. Diese Vorschriften erfassen ausschließlich Umsätze zwischen in Frankreich ansässigen und dort umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen (Art. 289bis CGI).
LUXEMBURG - Anpassung des Mindestlohnes
Seit dem 1. Juni 2026 gilt in Luxemburg ein neuer gesetzlicher Mindestlohn. Der soziale Mindestlohn (salaire social minimum) wird als Bruttomonatslohn für eine 40-Stunden-Woche verstanden und beträgt derzeit 2.771,33 Euro pro Monat (100 Prozent). Die konkrete Höhe des Mindestlohnes hängt vom Stand der beruflichen Ausbildung der Arbeitnehmenden ab.
SÜDKOREA - Südkorea und EU: Abkommen über digitalen Handel unterzeichnet
Um den digitalen Handel zwischen der EU und Südkorea zu erleichtern, haben beide Seiten am 10. Juni 2026 ein neues Abkommen, ein sogenanntes Digital Trade Agreement, unterzeichnet.
SYRIEN - Reformierung des Zolls
Syrien modernisiert sein Zollsystem grundlegend: Seit 1. Juni 2026 gelten ein neues Zollgesetz und ein harmonisierter Zolltarif. Ende 2025 erließ der syrische Übergangspräsident das Dekret Nr. 244 zur Einrichtung der „General Authority for Borders and Customs“ und leitete damit eine institutionelle Neuausrichtung der Zollverwaltung ein. 2026 folgten mit einem neuen Zollgesetz und einem harmonisierten Zolltarif weitere Reformschritte.
USA - Ankündigung einer Zollreform
Ziel ist eine umfassende Modernisierung und Verschärfung der Zollregeln, um unter anderem Compliance zu erhöhen.
