Krieg in der Ukraine

IHKs schaffen Portal #WirtschaftHilft

Der Krieg in der Ukraine trifft auch die Unternehmen in Rheinland-Pfalz an vielen Stellen. Gleichzeitig gibt es eine enorme Hilfsbereitschaft der Betriebe. Um unsere Betriebe bestmöglich zu informieren, haben wir die IHKs in Rheinland-Pfalz ein Portal ins Leben gerufen: www.ihk-rlp.de/WirtschaftHilft Dabei geht es um Unterstützung für die Unternehmen angesichts von Sanktionen, Lieferengpässen und steigenden Energiepreisen. Das reicht von Webinaren für Betriebe mit Geschäftsbeziehungen zu Russland über Hilfsangebote von rheinland-pfälzischen Betrieben bis hin zu Co-Working-Spaces und Erstinformationen für Ukrainerinnen und Ukrainer, die in Rheinland-Pfalz arbeiten möchten. Denn auch bei dem Thema „Integration von Ukrainer*innen in den Arbeitsmarkt“ steigt der Beratungsbedarf. Von der Anwerbung über Einreise und Ankommen am Standort und in der Gesellschaft beraten die „Welcome Center“ der IHKs Unternehmen und Fachkräfte bei allen Schritten. Auch diese Informationen haben wir in dem Portal zusammengefasst.

Was die Politik tun kann

Schon vor dem Krieg in der Ukraine waren die Energiekosten in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehr hoch. Dies ist schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit und bindet Kapital. Aktuell sind die Energiepreise für unsere Betriebe in der Beschaffung um das 4- bis 5-fache gestiegen. Ähnliches gilt für besondere Rohstoffe. Das sind nicht nur für energieintensive Betriebe existenzielle Herausforderungen. Betriebe sind aktuell froh, wenn die Energiekosten stabil gehalten werden können und Lieferketten intakt bleiben. Schwierig wird es da z. B. beim EU-Lieferkettengesetz, wo Betriebe für Menschenrechte und Umweltstandards entlang der Lieferkette fernab in Drittländern einstehen sollen. Die Betriebe werden, wo es geht, ihren Gasverbrauch reduzieren müssen. Und es ist erforderlich, weitere Fortschritte bei der Energieeffizienz zu erreichen, um die Preissteigerungen bei den Endprodukten im Rahmen halten zu können. In der aktuellen Krise steckt aber die Chance, die Energiewende von Abgaben und bürokratischen Lasten zu befreien.

Was die IHKs tun

Wir stehen weiter im engen Austausch mit den Unternehmen in der Region, die Geschäfte in Russland oder in der Ukraine machen. Die Gespräche zeigen, dass das Verständnis bei Unternehmen groß ist für die Sanktionen, auch wenn sie dadurch Einschränkungen erfahren. Seit Beginn der Sanktionen haben wir ca. 300 Einzelberatungen –besonders per Mail und Telefon – durchgeführt. Auch unsere Internetseite, auf der wir die Sanktionen gegenüber Russland besonders betrachten, wurde im April über 3.900 Mal abgerufen, das sind rund 130 Aufrufe pro Tag.
Damit die Integration in den rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt gelingt, brauchen wir jetzt eine möglichst unbürokratische Umsetzung auf nationaler und Landesebene. Mit unserer Struktur der vier Welcome Center beobachten wir die Situation sehr aufmerksam und unterstützen Unternehmen und Geflüchtete. Die IHK-Starterzentren nehmen eine wichtige Lotsenfunktion ein, damit Menschen eine Selbständigkeit in Deutschland aufnehmen können und unterstützen bei der Suche nach Arbeits- und Co-Working-Flächen. Seitens der IHKs stehen breite Angebote an mehrsprachigen Informations- und Beratungsdienstleistungen zur Verfügung. So helfen die IHKs bei den Themen Gründungsvoraussetzungen & Finanzierung, bei der Kontaktherstellung zum Mittelstand in den Regionen oder bei der Kommunikation mit den Kommunen. Dabei wird auf ein breites Netzwerk und auf bereits geschaffene Strukturen bei internationalen Gründungen zurückgegriffen.
Die IHKs in Rheinland-Pfalz stellen den Unternehmen im Portal „WirtschaftHilft“ ein breites Angebot zur Verfügung. Mit Hotline, der Informationsaufarbeitung und -bereitstellung per Sondernewsletter und auch durch Webinare wollen sie direkt Hilfestellung geben. Das Portal www.ihk-rlp.de/wirtschafthilft bündelt Hilfe von und für Unternehmen.