Handel und Stadtentwicklung

Heimat shoppen: Einzelhandel stärken, Innenstädte beleben

Die Corona-Pandemie hat uns eindrücklich gezeigt, wie trostlos menschenleere Innenstädte aussehen. Geschlossene Einzelhandelsgeschäfte sowie Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe haben uns vor Augen geführt, wie trist eine Stadt ohne sie aussieht. Ob es der Buchhändler mit den guten Krimitipps ist, das Lieblingsrestaurant mit den leckeren Salaten, das Reisebüro um die Ecke – sie alle bedeuten ein großes Stück Lebensqualität. Vielen Menschen ist durch die Corona-Krise bewusst geworden, wie bedrückend ruhig und leblos ihre Gemeinde- und Stadtzentren ohne florierendes Gewerbe aussehen. Um dieses Bild langfristig abzuwenden, rufen die IHKs auch 2021 wieder zum bundesweiten „Heimat shoppen“ auf. 

Warum in die Ferne schweifen?

Im Zentrum der gleichnamigen bundesweite IHK-Kampagne steht ein Aktionswochenende jeweils Anfang September: Mit einer Fülle von Events, die von den Händlern und Werbegemeinschaften vor Ort – oft auch mit Unterstützung der Kommunen – gestaltet und umgesetzt werden, macht der Einzelhandel auf sich aufmerksam. Dabei treten die teilnehmenden Händler, Gastronomen und Dienstleister unter der Dachmarke „Heimat shoppen“ auf. 
Die IHKs unterstützen die Teilnehmer bei der Pressearbeit, Ideenfindung sowie mit Werbematerialien wie beispielsweise Einkaufstaschen, Postkarten und Plakaten. „Heimat shoppen“ ist die größte Imagekampagne für den Einzelhandel in Deutschland. 

Was die Politik tun kann

Zuverlässige Rahmenbedingungen für lebendige Zentren schaffen
Der Einzelhandel prägt die Innenstädte und Zentren und schafft Frequenz, von der alle profitieren. Passend zum Motto "Handel ist Wandel" haben sich auch die Wettbewerbsbedingungen rasant verändert, darum sind zuverlässige Rahmenbedingen wichtiger denn je.     
Die Politik im Land und vor Ort kann
  • Bedingungen für eine einfache und rechtssichere Sonntagsöffnung schaffen
  • Quartiersinitiativen unterstützen, etwa durch gemeinschaftliche Innenstadtkonzepte oder durch eine Anschubfinanzierung von sogenannten Landesentwicklungs- und Aufwertungsprojekten in Rheinland-Pfalz. 
  • Planerische Grundsätze zum Erhalt und zur Förderung der Zentren dauerhaft in der Praxis umsetzen

Was die IHKs tun

  • Wir setzen uns für attraktive Innenstädte und eine leistungsfähige Nahversorgung gerade im ländlichen Raum ein.
  • Wir beraten Städte und Gemeinden bei der Erstellung von Einzelhandels- und Entwicklungskonzepten.
  • Wir vertreten das gesamtwirtschaftliche Interesse bei Planungsverfahren zum Einzelhandel.
  • Wir unterstützen City- und Werbegemeinschaften 
  • Wir kämpfen für faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Handelsunternehmen.
  • Wir bieten Informationen und Veranstaltungen für Einzel- und Großhändler sowie Handelsvertreter zu aktuellen Themen des Handels an.
  • Wir moderieren den Veränderungsprozess im Handel. Dabei greifen wir auf die Expertise unserer Fachgremien und Ausschüsse zurück und machen die Ergebnisse für die Politik sichtbar.