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Brexit: Unsicherheit hält an

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem britischen Referendum ist der Brexit am 31. Januar Wirklichkeit geworden. Zwar gilt bis zum 31. Dezember 2020 noch eine Übergangsphase. Diese verschafft den vielen rheinland-pfälzischen Unternehmen, die Geschäfte mit britischen Partnern unterhalten, aber keine Sicherheit.
Das Szenario eines „harten“ Brexit ist noch immer nicht vom Tisch: Wenn es Brüssel und London bis zum Ende der Übergangsphase nicht gelingt, umfassende Regelungen für die künftige Zusammenarbeit zu vereinbaren, drohen starke Beeinträchtigungen der Wirtschaftsbeziehungen durch Handelsschranken und auseinanderdriftende Regulierungen. Eine Verlängerung der Übergangsfrist wäre zwar für maximal zwei Jahre möglich, ist aber aufgrund der Haltung der britischen Regierung eher unwahrscheinlich.

Vereinigtes Königreich bleibt wichtiger Handelspartner

Das Vereinigte Königreich ist nach wie vor einer der wichtigsten Handelspartner für Rheinland-Pfalz. Das Land belegte 2019 den 3. Platz bei den Exportmärkten der rheinland-pfälzischen Wirtschaft und den 11. Rang bei den Herkunftsländern der Importe. Das Handelsvolumen hat zwar in den vergangenen Jahren seit der Brexit-Entscheidung leicht abgenommen, betrug von Januar bis November 2019 aber dennoch mehr als 4,2 Mrd. Euro.

Was die IHKs tun

Besonders aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Vereinigten Königreichs unterstützen die rheinland-pfälzischen IHKs ihre Mitgliedsunternehmen in dieser unsicheren Lage mit vielfältigen Informations- und Serviceangeboten:
  1. Telefon-Hotline für individuelle Fragen der Unternehmen
  2. Persönliche Beratung – auf Wunsch auch in den Betrieben
  3. Fachveranstaltungen von Zollfragen über Mitarbeiterentsendungen bis zum Vertragsrecht
  4. Laufend aktualisierte Meldungen und Tipps im Internet und per Newsletter
  5. Nutzung des Netzwerks der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Großbritannien