Technologiespezifische Förderprogramme des Bundes

KMU-innovativ

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bietet kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) seit 2009 die Möglichkeit in der Fördermaßnahme "KMU-innovativ" Projektideen zur Förderung von FuE-Vorhaben einzureichen. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren wurde vereinfacht und beschleunigt, die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut und die Fördermaßnahme themenoffen gestaltet. Eingereichte Projektvorschläge stehen untereinander im Wettbewerb.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Einzel- und Verbundprojekte mit KMU-Beteiligung der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung in den nachfolgenden Technologiefeldern, ohne thematische Einschränkung innerhalb der vorgegebenen Technologiefelder. Über das Einstiegsmodul können Vorprojekte und Durchführbarkeitsstudien in diesen Technologiefeldern gefördert werden (auf drei Stichtage begrenzte Pilotmaßnahme).
Die Technologiefelder in der Förderinitiative KMU-innovativ sind:
  1. Biotechnologie
  2. Elektronik; Autonomes elektrisches Fahren
  3. Forschung für die zivile Sicherheit
  4. Medizintechnik
  5. Informations- und Kommunikationstechnologien
  6. Materialforschung
  7. Mensch-Technik-Interaktion
  8. Photonik
  9. Produktionstechnologie
  10. Ressourceneffizienz und Klimaschutz
Für jedes Technologiefeld gibt es eine eigene Förder-Richtlinie!
  • KMU-innovativ: Einstiegsmodul (Vorprojekte und Durchführbarkeitsstudien)
  • KMU-innovativ: Biotechnologie − BioChance
  • KMU-innovativ: Elektronik; Autonomes elektrisches Fahren
  • KMU-innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit
  • KMU-innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)
  • KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion
  • KMU-innovativ: Materialforschung (ProMat_KMU)
  • KMU-innovativ: Medizintechnik
  • KMU-innovativ: Photonik
  • KMU-innovativ: Produktionsforschung
  • KMU-innovativ: Ressourcen- und Energieeffizienz

Projektbeispiele

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft gemäß KMU-Definition der EU mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sowie im Rahmen von Projekten der Verbundforschung auch Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die nicht die KMU-Kriterien erfüllen.

Voraussetzungen

Wichtige Förderkriterien sind Innovationshöhe, wissenschaftlich-technische Qualität und Risiko, Umsetzbarkeit des Verwertungsplans sowie die Bedeutung des Beitrags zur Lösung aktueller gesellschaftlich relevanter Fragestellungen. Eine thematische Einschränkung innerhalb der vorgegebenen Technologiefelder besteht nicht. Förderfähig sind besonders Vorhaben in folgenden Anwendungsfeldern bzw. Branchen:
- Automobil und Mobilität
- Maschinenbau und Automatisierung
- Gesundheit und Medizintechnik
- Logistik und Dienstleistungen
- Energie und Umwelt
- IKT-Wirtschaft
Die Förderkriterien im Detail können Sie der jeweiligen Förderrichtlinie entnehmen.
Für Verbundprojekte ist eine Projektskizze in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen. Die Partner eines Verbundprojekts haben ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung zu regeln.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses für einen Zeitraum von in der Regel bis zu drei Jahren. Die Höhe der Förderung hängt Technologiefeld des Förderprojektes ab. Sie beträgt für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft - je nach Anwendungsnähe - bis zu 50% der zuwendungsfähigen Kosten (für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bis zu 100% der zuwendungsfähigen Ausgaben).
Die Einzelheiten zu den förderfähigen Kosten und zur Höhe der Förderung sind in der Förderrichtlinie zum jeweiligen Technologiefeld der Förderinitiative KMU-innovativ geregelt.

Erstberatung

Interessierten Unternehmen wird dringend empfohlen, sich im ersten Schritt für eine Erstberatung mit dem Lotsendienst in Verbindung zu setzen. Er berät sie bei der Zuordnung von Projektideen zu den Technologiefeldern, vermittelt zu den fachlichen Ansprechpartnern bei den beteiligten Projektträgern und unterstützt insbesondere auch bei der Klärung der Antragsberechtigung gemäß KMU-Definition der Europäischen Kommission.
Der Lotsendienst für Unternehmen bei der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes ist wie folgt zu erreichen:
Beratungstelefon: 08 00/26 23-0 09 (kostenfrei)
E-Mail: beratung@foerderinfo.bund.de
URL: https://www.foerderinfo.bund.de/
Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes
Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich (PtJ)
Zimmerstraße 26 – 27
10969 Berlin

Antrag

Die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln aus 'KMU-innovativ' wurde vereinfacht:
  • Beratung durch einen Lotsendienst, erste Orientierung: Über das Beratungstelefon des Lotsendienstes für Unternehmen bei der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes 0800 26 23 009 können alle Fragen rund um KMU-innovativ schnell und umfassend geklärt werden. Detaillierte fachliche Fragen beantwortet jeweils der für einen Technologiebereich zuständige Projektträger.
  • Schnelles Verfahren: Keine Bearbeitung von Projektskizze und Antrag dauert länger als insgesamt vier Monate.
  • Zweistufiges Antragsverfahren (www.bmbf.de/de/kurze-wege-zur-foerderung-699.html): Zuerst reichen Sie zu einem der Stichtage (15. April und 15. Oktober) eine Skizze Ihres Projektes bei dem zuständigen Projetträger des jeweiligen Technologiefeldes ein. Hierfür steht ein Online-Werkzeug zur Verfügung. Spätestens zwei Monate nach dem Bewertungsstichtag steht fest, ob Ihre Skizze positiv bewertet wurde. In diesem Fall können Sie anschließend den Förderantrag stellen. Über die Bewilligung einer Förderung wird ebenfalls innerhalb von zwei Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen entschieden.
  • Vereinfachte Bonitätsprüfung: Besonders einfache Regeln für den Nachweis des erforderlichen Eigenkapitals und die Möglichkeit, bei knappem Eigenkapital Meilensteine in der Projektlaufzeit zu setzen, sorgen dafür, dass auch Spitzenforscher in kleinen Unternehmen ihre Ideen verwirklichen können.
  • Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. Bewertungsstichtage für Projektskizzen sind jeweils der 15. April und der 15. Oktober. Eingereichte Projektvorschläge stehen untereinander im Wettbewerb.