Förderprogramme des Landes Rheinland-Pfalz

InnoTop: Einzelbetriebliche FuE-Vorhaben

Gefördert werden FuE-Projekte der industriellen Forschung (Gewinnung neuer Erkenntnisse und Fertigkeiten) und/oder der experimentellen Entwicklung (Umsetzung der Erkenntnisse in neue Produkte und Verfahren). Die Forschungskategorien "industrielle Forschung" und "experimentelle Entwicklung" werden definiert im Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation: EU-Verordnung Nr. 651/2014.

Vorrangig gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen gemäß der KMU-Definition der EU.

Große Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern können bei der Umsetzung von FuE-Vorhaben bzw. Durchführbarkeitsstudien gefördert werden, wenn das Vorhaben von großer Bedeutung für das Land ist.

Große Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern können bei der Durchführung von FuE-Vorhaben gefördert werden, wenn sie innerhalb der letzten fünf Jahre keine Mittel aus rheinland-pfälzischen Technologieförderprogrammen erhalten haben, das Vorhaben eine herausragende volkswirtschaftliche Bedeutung für das Land hat und die Fördermittel nicht für kleinere Unternehmen benötigt werden.

Voraussetzungen: Es muss um die Entwicklung neuer Produkte oder Verfahren gehen. Neu im Sinne des Förderprogramms sind Produkte oder Verfahren immer dann, wenn sie in der Europäischen Union noch nicht auf dem Markt sind. Das Vorhaben muss für den Antragsteller ein technisches und finanzielles Realisierungsrisiko beinhalten. Insbesondere bei experimenteller Entwicklung muss das Projekt mittelfristig die Aussicht auf eine erfolgreiche wirtschaftliche Verwertbarkeit erkennen lassen. Das Projekt muss in einem in Rheinland-Pfalz ansässigen Betrieb des Antragstellers durchgeführt werden. Das Vorhaben muss zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft beitragen oder hochwertige Arbeitsplätze sichern oder schaffen.Das Unternehmen muss über die notwendige personelle und finanzielle Grundausstattung verfügen, um die Durchführung des FuE-Vorhabens zu gewährleisten.
Die Höhe der Förderung richtet sich nach der technologischen Bedeutung des Vorhabens, dem damit verbundenen technischen und finanziellen Realisierungsrisiko sowie dem öffentlichen Interesse an seiner Verwirklichung und ist auf maximal 500.000 EUR je Einzelvorhaben begrenzt. Die Förderquote beträgt bei industrieller Forschung 50%, bei experimenteller Entwicklung 25% (anteilig gewichtet bei Mischformen) der förderfähigen Ausgaben (Personalausgaben, Gemeinausgaben, Materialausgaben, Fremdleistungen) - sie kann unter bestimmten Voraussetzungen auf maximal 80% erhöht werden.

ISB-Merkblatt InnoTop und InnoStart (Stand 04/2017)
Link zum Programm (ISB)
Weitere Details unter Förderdatenbank.de