Neues Unterstützungstool

Rückenwind für Gründer: Digitale Gründungswerkstatt

Gründungen bereichern das Wirtschaftsleben und geben wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung. Mit einem neuen Service möchten die rheinland-pfälzischen IHKs Gründer jetzt noch effektiver unterstützen: Über die digitale Gründungswerkstatt können sich Gründer persönlich mit einem integrierten Informations-, Lern- und Beratungsangebot begleiten lassen – während des gesamten Gründungsprozesses.

Gründern den Weg ebnen – gemeinsam

Wachsenden Bedarf an internetgestützter Hilfe sieht der Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel. Zwar geht insgesamt im Land die Zahl der Gewerbeanmeldungen seit 2011 zurück. Dennoch stellen die IHKs einen erfreulichen Trend fest.
„Positiv zu vermelden ist, dass der Dienstleistungssektor deutlich an Bedeutung gewinnt. Vor allem wissensintensive und digitale Gründungsideen nehmen Fahrt auf und verleihen dem Dienstleistungssektor Aufwind.“
Über die digitale Gründungswerkstatt, ein Gemeinschaftsprojekt deutscher Industrie- und Handelskammern, wurden bereits mehr als 80.000 Gründungsvorhaben unterstützt und jährlich kommen rund 5.800 Neuregistrierungen hinzu. Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen, beruft sich auf den Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), nach dem das Fehlen eines Businessplans einer der Hauptgründe für das Scheitern von Jungunternehmen ist:
„Die Gründungswerkstatt hilft dabei, einen strukturierten Businessplan zu erstellen. Gründer haben auch die Möglichkeit, darauf direktes Feedback des regionalen IHK-Tutors zu erhalten. Dadurch starten Gründerinnen und Gründer noch besser vorbereitet in das Abenteuer Selbstständigkeit.“
 

Was die Politik tun kann

  1. Bürokratie abbauen - in nahezu jedem Beratungsgespräch monieren Existenzgründer Bürokratiehürden
  2. Vernetzung fördern - Kontakte zwischen Start-ups und der etablierten Wirtschaft stärken
  3. Finanzierungsbedingungen gerade innovativer Start-ups verbessern - unübersichtliche Förderlandschaft und komplizierte Antragswege vereinfachen
  4. Digitalisierung unterstützen - auf der Basis von flächendeckendem hochleistungsfähigem Internet
  5. Vereinbarkeit von Familie und Unternehmertum verbessern - etwa durch einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung
  6. Unternehmertum bereits früh im Schulunterricht vermitteln - und so ein nachhaltiges Gründungsklima schaffen

Was die IHKs tun

Die 31 rheinland-pfälzischen Starterzentren der Wirtschaftskammern geben Gründerinnen und Gründern Schützenhilfe: Seit 17 Jahren begleiten die Gründungsberater in den regionalen One-Stop-Shops Existenzgründer durch alle Phasen der Unternehmensgründung von der Erstinformation über die individuelle Beratung bis zur Gewerbeanmeldung.
Im Jahr 2018 haben die Starterzentren 16.935 schriftliche, telefonische und persönliche Auskünfte rund um das Thema Existenzgründung erteilt, 1.155 mehr als im vorausgegangenen Jahr.