Das sagen Unternehmen in RLP zur dualen Ausbildung

IHK Aus- und Weiterbildungsumfrage 2019

Die Industrie- und Handelskammern führen jedes Jahr deutschlandweit die Aus- und Weiterbildungsumfrage bei Unternehmen durch. Die Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie sich die duale Aus- und Weiterbildung entwickelt und wo Handlungsbedarf besteht. Die diesjährige Online-Befragung fand zwischen dem 8. und 31. Mai 2019 statt. Insgesamt haben sich in Rheinland-Pfalz 553 Unternehmen beteiligt.
Die zentralen Erkenntnisse:
Berufliche Bildung ist Nr. 1!
Über 80% der befragten Unternehmen haben ein hohes Vertrauen in die Qualität der beruflichen Bildung. Die Zeugnisse der dualen Ausbildung werden als deutlich aussagekräftiger zu erworbenen Kompetenzen bewertet als etwa Hochschulabschlüsse (63%).
Berufsorientierung hat Priorität!
Etwa die Hälfte der Unternehmen bemängelt unzureichende Berufsorientierung der Schulabgänger. Dementsprechend besteht die größte Herausforderung bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen besteht nicht nur in einem Bewerbermangel, sondern vor allem in der Eignung der Bewerber (73%).
Die Qualifizierung der Lehrkräfte steht im Fokus!
Den deutlichsten Handlungsbedarf bei der digitalen Infrastruktur der Berufsschulen sehen Ausbildungsunternehmen in der Qualifikation von Lehrkräften (ca. 72%), gefolgt von der personellen Ausstattung.
Ohne Nachhilfe geht es nicht!
Ausbildungsunternehmen müssen mangelnde Ausbildungsreife häufig durch Nachhilfe ausgleichen. Etwa ein Drittel macht dazu eigene Angebote. Nachholbedarf besteht sowohl in fachlichem Know-how, wie Grundrechenarten, als auch in weichen Kompetenzen.
Weiterbildungsangebote sind stark!
Mehr als 95% der Ausbildungsunternehmen bieten Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter. Von besonderer Bedeutung für Auszubildende und Fachkräfte ist der Know-how-Aufbau zu digitalen und IT-Kenntnissen, sowie weichen Faktoren wie Veränderungsbereitschaft – teilweise noch vor fachspezifischen Kenntnissen.
Die umfangreiche Auswertung können Sie hier herunterladen.